Reines Bankgeschäft war gestern. Mit bankfernen Produkten sorgen Banken für eine höhere Kundenbindung und einen größeren Wettbewerbsvorteil. Doch wie kann die Bank von morgen zum smarten Wegbegleiter werden, der uns unser ganzes Leben lang begleitet?

Tags: , , , 3,1 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 30. August 2022

Die meisten Bankkunden erledigen ihre Bankgeschäfte online und im Self-Service. Der Gang zur Filiale und das persönliche Gespräch finden immer seltener statt, da Produkte und Services über digitale Kanäle in Anspruch genommen werden.

Doch wie kann die Bank von morgen als „smarter Wegbegleiter“ da anknüpfen, wo sich die Kunden Begleitung und Unterstützung wünschen? Mit reinen Bankprodukten wird das nicht gelingen. Vielmehr suchen Kunden nach Lösungen für individuelle Fragestellungen und nach dem guten Rat für ihre Lebens- und Finanzplanung. Und so müssen sich zukünftig Banken von reinen Finanzdienstleistern zu Lebensbegleitern wandeln.

Die Verknüpfung mit weiteren Dienstleistungen bietet der Bank die Chance, bankferne Produkte und Services aus verschiedenen Lebenswelten in das eigene Angebot zu integrieren. Zudem kann das klassische Bankgeschäft mit Transparenz, Sicherheit und Vertrauen punkten. Kaum ein anderes Unternehmen erhält so detaillierte Einblicke in das Leben seiner Kunden wie eine Bank – vom ersten Kredit fürs Auto, über die Hochzeit, die eigene Immobilie, die Geburt der Kinder bis hin zur Erbschaft. Wenn diese Informationen sicher und innovativ genutzt und mit Hilfe von Technologien ausgewertet werden, entsteht sowohl für die Bank als auch den Kunden ein enormer Mehrwert. Die perfekte Grundlage für neue Produkte, die weit über das Kerngeschäft hinausgehen.

Die Formel für ein nachhaltiges Zukunftsgeschäft ist denkbar einfach:

 

So funktioniert Beyond Banking

Kerngeschäft + mehrwertstiftende Zusatzservices = Beyond Banking.

Eine PwC-Studie zur Relevanz digitaler Ökosysteme für deutsche Geldhäuser zeigt, dass knapp 60 % der Befragten in den nächsten fünf Jahren zehn Prozent ihres Umsatzes mit dem Aufbau von digitalen Ökosystemen und Plattformen erzielen wollen. So eignen sich nach Ansicht der Banker besonders die Themenwelten Wohnen, Mobilität, Konsum, Gesundheit und Freizeit für eine Einbindung in ein Ökosystem.

Gelungene Beispiele hierfür sind der ZuschussGuide und der SparButler, mit denen im Ökosystem „Wohnen“ erste Services und Produkte abseits der Bank geschaffen wurden.

Wie sieht jedoch der Weg hin zu neuen Services und Produkten aus? Hierzu hat die Digital Tech Company Unterschied & Macher speziell für das Thema Beyond Banking ein 5-Schritte-Vorgehensmodell für die Entwicklung, Umsetzung und erfolgreiche Markteinführung von neuen Business Cases entwickelt.

5-Schritte-Konzept von Unterschied & Macher

Das 5-Schritte-Vorgehensmodell von Unterschied & Macher

Der UuM-Weg

Im ersten Schritt erfolgt eine fundierte Bestandsaufnahme, die einerseits das aktuelle Produktportfolio analysiert und für eine systematische Weiterentwicklung vorbereitet. Auf der anderen Seite wird ein tiefes Verständnis der Werte der entsprechenden Bank erarbeitet und daraus sogenannte „Principles“ extrahiert. Diese bilden das Fundament für alle weiteren Entwicklungsschritte.

Eine sich daran anschließende Analyse des Bankkunden hinsichtlich typischer Lebensphasen und Werdegänge führt erste Ideen für neue Services zutage, die im dritten Schritt zu einem nutzerzentrierten „Beyond Business Case“ ausgearbeitet werden. Dabei spielen während dieser Ideenentwicklungsphase die zu Beginn identifizierten Principles eine wesentliche Rolle, da sie die Passgenauigkeit des neuen Services sowohl für die Bank als auch für den Bankkunden gewährleisten.

In der Umsetzungsphase des entwickelten „Beyond Business-Services“ werden entweder passende Lösungen auf dem Markt in die bestehende Portfoliolandschaft eingebettet oder der Service im Rahmen einer Eigenentwicklung individuell umgesetzt.

Die kontinuierliche Fokussierung auf die Principles über alle Projektphasen hinweg ist das Besondere an diesem Vorgehensmodell von Unterschied & Macher: Von der Bestandsaufnahme über die Ideengenerierung und Umsetzung bis hin zur erfolgreichen Vermarktung.

Sie wollen (auch) Ihr Kerngeschäft mit Zusatzservices bereichern? Sprechen Sie uns an!

Dies ist die Kurzfassung unseres Artikels, erschienen in „Die Bank“, Ausgabe 6/2022.

Mehr zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

Autor

Simon Hentschel
Business Development Manager bei Unterschied & Macher. Die Probleme unserer Kunden verstehen, Ideen entwickeln, daraus neue digitale Produkte formen und diese mit unserem Know-how und mit viel Innovationslust umsetzen – wenn das keine schöne Aufgabe ist!
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